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IPA Lexikon

Effectuation

Effectuation wird der von US-Professorin Saras Sarasvathy begründete Forschungszweig genannt, der um das unternehmerische Denken kreist. Effectuation beschreibt eine von erfahrenen Entrepreneuren bevorzugte Vorgehensweise der Problemlösung und Entscheidungsfindung. Der Effectuation-Ansatz weicht von der kausalen, zielorientierten Vorgehensweise aus Wirtschaftslehrbüchern ab und ist vielmehr eine Art des Denkens, die auf einer von kausalem Denken unabhängigen Logik aufbaut. Effectuation stellt einen neuen wissenschaftlichen Zugang zu unternehmerischen Denken und Handeln bei innovativen Geschäftsideen und -modellen dar.

Die Kausale Logik basiert auf der Annahme, dass die Zukunft vorhersagbar ist. Im Sinne des Effectuation-Ansatzes wird die Zukunft hingegen als nicht vorhersehbar, sondern als durch menschliches Handeln gestaltbar angesehen. Hierin begründet sich letztlich auch die Namensfindung dieses Ansatzes, da „to effectuate“ am treffendsten mit „bewirken“ übersetzt werden kann. Das Gestalten des Entrepreneurs steht folglich im Vordergrund.

Für Sarasvathy machen die folgenden Prinzipien den Kern des unternehmerischen Denkens aus:

  • Gestalten Gründer akzeptieren, dass sie die Zukunft nicht vorhersagen können – stattdessen versuchen sie, sie zu beeinflussen. Überraschungen versuchen sie nicht zu vermeiden, sondern nutzen sie für neue Geschäftsideen. Dabei orientieren Entrepreneure sich an den vorhandenen Mitteln, anstatt sich Ziele zu setzen, die oftmals überzogen sind.
  • Netzwerken Erfolgreiche Gründer sind gut verdrahtet und nutzen ihr Netzwerk voll aus. Sie holen Kunden, Lieferanten und Geldgeber ins Boot und haben keine Angst, ihre Ideen zu teilen.

Mehr dazu bei Effectuation Forschung www.effectuation.de.

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